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Barden Kulturstiftung

Die Satzung

Die von oben genannten Künstlern errichtete bisher nicht rechtsfähige Stiftung, erhält nachstehende Satzung (Entwurf): 

 

Präambel

 An die ursprünglich keltische Bardenkultur anknüpfend, findet sich heute eine Bewegung, die durch Gesang, Musik und Wortkunst dem Menschen Anregung geben will, zu wahrer Würde und Wandlung zu finden, und der Natur (außerhalb und in uns) Hilfe zur Heilung sein möchte. Durch diese Zielsetzung sind auch andere Künste, wie etwa Tanz, Schauspiel, und auch die Heilkunst, mit einbezogen.

Die Bewegung geht davon aus, daß in jedem Menschen ein ewiger, unauslöschbarer Kern zur Entfaltung drängt, um frei und im Einklang mit Gott, schöpferisch  tätig zu werden. Die genannten Künste können, in Reinheit und Würde freudig geübt, diesen Weg bereiten. Die betreffenden Künstler und Therapeuten widmen sich, in Achtung und Ehrung dem Leben gegenüber, und im Bewußtsein ihrer ureigenen und gemeinschaftlichen Kraft, dieser Aufgabe.

Künstler gehören zu den gesellschaftlichen Gruppen, die eher am Rande der Gesellschaft leben, obwohl sie mit viel Ideenreichtum, Energie und Idealismus die Entfaltung, Selbstfindung und Identität eines jeden Volkes unterstützen und vorantreiben, also eine zentrale Rolle einnehmen – die „Kulturnation Deutschland“ will sehr wohl ihre Künstler, aber zeigt zu wenig Interesse an deren täglichen Herausforderungen und oft existenzbedrohenden Lebensbedingungen.

Hier möchte die Stiftung ansetzen und einen Beitrag leisten, um mitzuhelfen, die Not zu wenden.

Gerade in härter werdenden Zeiten zeigt sich, daß Kultur immer mehr zu einem überflüssigen Luxusgut abgestempelt wird, was gravierende Auswirkungen auf die Kunstschaffenden haben wird und auch schon hat.

Wenn Staat und Gesellschaft zu wenig Engagement leisten können oder wollen, dann hilft nur private Initiative – das sieht die „Stiftung für neue Barden, Kunst und Kultur“ als ihre Aufgabe: Eine Initiative von Künstlern für Künstler, die auf großzügige und großherzige Menschen angewiesen ist!

 

§ 1

Name, Sitz, Rechtsform, Geschäftsjahr

(1)    Die Stiftung führt den Namen „Stiftung für neue Barden, Kunst und Kultur“.

(2)    Sitz der Stiftung ist Überlingen (Bodensee).

(3)    Sie ist eine nicht rechtsfähige Stiftung und wird von einem Treuhänder im Rechts- und Geschäftsverkehr vertreten.

(4)    Geschäftsjahr der Stiftung ist das Kalenderjahr.

 

§ 2

Stiftungszweck

(1)Die in der Präambel genannten Aufgaben zu fördern, d.h. den im obigen Sinne Tätigen die materielle Grundlage für ihr Schaffen bereitzustellen, und künstlerische Projekte, die der Barden-Kultur dienen, zu unterstützen.

Diese Förderung wird in zwei verschiedenen Modellen vergeben:

 A) Künstler, die durch die Stiftung ein an ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Grundeinkommen erhalten. 

Gleichzeitig erhalten diese unter Vertrag stehenden Künstler Gelder für ihre künstlerischen Investitionen.

Im Gegenzug fließen die Einnahmen aus Konzerten und sonstigen Dienstleistungen und CD/-Verkäufen und sonstigen Einnahmen durch Kunstgegenstände wieder zu einem zu vereinbarenden Prozentsatz an die Stiftung zurück.

 B) Förderung kultureller Vorhaben anderer Künstler, die im Sinne der Barden Kultur tätig sind

- Förderung neuer Entwicklungen auf den Gebieten von Kunst, Kultur und kunsttherapeutischen Ansätzen;  

- Förderung, Bewahrung, Erhaltung der kulturellen Wurzeln in Deutschland als Basis für neue künstlerische Impulse die das eigene und besondere dieses Landes heute abbilden; 

- Förderung und Unterstützung der Arbeit von Künstlern bei der Durchführung ihrer künstlerischen Arbeiten nach Maßgabe der vom Stiftungsrat zu erlassenden Richtlinien. 

 

(2) Ferner die Förderung und Unterstützung von Künstlern, die ohne eigenes Verschulden, z.B. durch Krankheit, Alter, Unfälle oder widrige Umstände in wirtschaftliche Not geraten sind, sowie die Unterstützung ihrer engen Familienangehörigen. Insbesondere sollen Personen gefördert werden, die keine oder nur unzureichende Leistungen von Sozialkassen oder anderen berufsständischen Versorgungseinrichtungen im weitesten Sinne erhalten.

Es müssen nicht alle Zwecke oder Maßnahmen in jedem Geschäftsjahr erfüllt werden. Insbesondere gilt dies, solange die Stiftung über ein noch geringes Grundstockvermögen verfügt.

Die jeweiligen Zuwendungsempfänger haben keinen Anspruch, in jedem Jahr gefördert zu werden bzw. keinen Anspruch darauf, in jedem Jahr im gleichen Verhältnis gefördert zu werden. Ein Rechtsanspruch auf Zuwendungen von Stiftungsmitteln besteht generell nicht. Die Stiftung entscheidet nach ihren finanziellen Möglichkeiten frei darüber, ob und in welchem Umfang die vorgenannten Maßnahmen verwirklicht werden.

(3)    Die Stiftung kann innerhalb der rechtlichen und steuerlichen Grenzen zur Erfüllung ihrer Aufgaben Hilfspersonen entgeltlich oder unentgeltlich einsetzen oder Aufgaben ganz oder teilweise durch Dritte wahrnehmen lassen.

 

§ 3

Gemeinnützigkeit

(1)    Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des § 52 und § 53 der Abgabenordnung.

(2)    Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

(3)    Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung nicht entsprechen, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 4

 Stiftungsvermögen

(1)    Zum Zeitpunkt der Errichtung besteht ein Anfangsvermögen in Höhe von € 100,-. Das Stiftungsvermögen kann zukünftig aus Immobilien, Beteiligungen an Unternehmen, liquidem Vermögen, Wertpapieren, immateriellen und sonstigen Vermögensgegenständen bestehen.

(2)    Die Stiftung ist bewußt auf Zustiftungen und Spenden angelegt. Sie ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, Zuwendungen und Spenden anzunehmen. Zuwendungen der Stifter oder Dritter wachsen dem Stiftungsvermögen zu, wenn sie dazu ausdrücklich bestimmt sind (Zustiftungen).

(3)    Das Stiftungsvermögen – Anfangsvermögen einschließlich Zustiftungen – ist in seinem Bestand zu erhalten und ordnungsgemäß zu verwalten. Hinsichtlich des Vermögenserhaltes ist jedoch eine Ausnahme zulässig, wenn der Bestand der Stiftung für eine angemessene Zeit gewährleistet ist. Vermögensumschichtungen sind zulässig. Der Stiftungsvorstand und Treuhänder legen gemeinsam Anlagerichtlinien fest.

 

 § 5

 Verwendung der Vermögenserträge und Zuwendungen, Rücklagenbildung

(1)    Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben

-          aus den Erträgen des Stiftungsvermögens

-          aus Zuwendungen, soweit diese vom Zuwendenden nicht ausdrücklich zur Erhöhung des

Stiftungsvermögens bestimmt sind.

(2)    Sämtliche Mittel dürfen ausschließlich für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Sie müssen grundsätzlich zeitnah unmittelbar für die Verfolgung des satzungsmäßigen Stiftungszwecks eingesetzt werden.

(3)    Rücklagen dürfen nur gebildet werden, soweit dies steuerlich im Rahmen der Gemeinnützigkeit unschädlich ist. Sie dürfen insbesondere gebildet werden, wenn und solange dies erforderlich ist, um die steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke nachhaltig erfüllen zu können, und soweit für die Verwendung der Rücklage konkrete Ziel- und Zeitvorstellungen bestehen (zweckgebundene Rücklage bzw. Projektrücklage).

 

§ 6

 Organe der Stiftung

(1)    Organe der Stiftung sind

a) der Stiftungsvorstand

b) der Beirat oder Kuratorium

(2)    Eine Doppelmitgliedschaft in den Organen ist nicht zulässig.

(3)     Die Tätigkeit in den Stiftungsorganen ist ehrenamtlich. Anfallende und nachgewiesene Auslagen werden nach Beschluss des Vorstandes ersetzt.

(4)    Die Mitglieder der Organe haften nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

 

§ 7 

 Vorstand

Der Vorstand besteht aus der oder dem Vorsitzenden und der oder dem amtierenden geschäftsführenden Vorstand. Der Vorstand handelt in gemeinschaftlicher Verantwortung. Er führt die laufenden Geschäfte der Stiftung, erstellt den Wirtschaftsplan, die Jahresrechnung und den Tätigkeitsbericht. Er leitet und verwaltet die Stiftung, bereitet die Beschlüsse des Stiftungsrats vor und führt diese aus. Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. 

 

§ 8

 Kuratorium

(1)    Das Kuratorium besteht aus 7 Mitgliedern.

(2)    Die Mitglieder können weitere Mitglieder bestellen. Die Amtszeit der Kuratoriumsmitglieder beträgt jeweils 1 Jahr. Wiederbestellungen sind zulässig. Beim Ausscheiden eines Kuratoriumsmitglieds wird der Nachfolger von den verbleibenden Mitgliedern benannt.

(3)    Das Kuratorium wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden.

(4)    Dem Kuratorium sollen Personen angehören, die besondere Fachkompetenz und Erfahrung im Hinblick auf die Aufgabenerfüllung der Stiftung aufweisen. Ein Mitglied soll in Finanz- und Wirtschaftsfragen sachverständig sein.

 

 § 9

 Aufgaben des Kuratoriums

Das Kuratorium beschließt über die Verwendung der Stiftungsmittel. Gegen diese Entscheidung steht dem Treuhänder ein Vetorecht zu, wenn sie gegen die Satzung oder rechtliche oder steuerliche Bestimmungen verstößt.

Sitzungen des Kuratoriums finden mindestens einmal jährlich statt. Das Kuratorium ist einzuberufen, wenn mindestens ein Viertel der Mitglieder dies verlangt. Es ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Entscheidungen werden mit Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt der Vor-sitzende/die Vorsitzende den Ausschlag.

 

§ 10

Rechnungslegung und Prüfung 

(1)   Über die Einnahmen und Ausgaben sowie über das Vermögen der Stiftung ist nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres durch den Vorstand Rechnung zu legen. 

(2)   Unbeschadet einer wirtschaftlichen Aufsicht über die Stiftung kontrolliert das Kuratorium. 

 

§ 11

Auflösung der Stiftung

Bei Auflösung bzw. Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall ihres 

bisherigen Zweckes fällt das rechtliche Vermögen nach Abzug aller 

Verbindlichkeiten an eine nach dem Prinzip des Konsenz ausgewählte andere Stiftung.

Es darf nur für Zwecke der Kunst- und Kulturförderung verwendet werden. 

 

Fassung Mai 2012

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